Denken Sie an die Evolution und verlassen Sie Ihre Komfortzone!

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Charles Darwins Erkenntnis war: „Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern diejenige, die am besten auf Veränderungen reagiert.“ Ich denke, dass das auch für Unternehmen gilt und deshalb muss Ihr Unternehmen offen sein für Transformationen.

 

Wenn es das nicht ist, dann werden Sie langfristig ein Problem haben, zu überleben. Es gibt unzählige Beispiele. Untersuchungen aus den USA haben gezeigt, dass die meisten Unternehmen, die 100 Jahre alt geworden sind, keine 200 Jahre wurden. Grundig, Telefunken, Quelle sind nur einige Beispiele der deutschen Vergangenheit, die belegen, dass es auch ehemalige Pioniere treffen kann, wenn Sie aufhören, Pionier zu sein.

 

Mein Impuls für Sie in dieser Woche ist, Ihnen einmal einige Fragen zu stellen: Wann waren Sie das letzte Mal Pionier? Wann haben Sie das letzte Mal Ihr Unternehmen in Frage gestellt? Wann hatten Sie die letzte große Organisationsänderung im Unternehmen? Wann haben Sie das letzte Mal Ihr Unternehmen von rechts auf links gedreht?

 

Ich habe diese Woche einen Workshop moderiert, in dem es darum ging, ob es sinnvoll ist, im Außendienst von einer gebietsorientierten Einteilung in eine Einteilung nach Kundenkategorien zu wechseln und so Wachstum zu generieren. Natürlich steigt der Reiseanteil für die Mitarbeiter und auch die ein oder andere Kunden-Mitarbeiter-Struktur wird aufgebrochen. Wahrscheinlich wird es sogar zu dem ein oder anderen Umsatzverlust führen, weil der ein oder andere bestehende Kunde mit dem neuen, ihn betreuenden Mitarbeiter nicht so gut klar kommt. Auf der anderen Seite werden sich viele Kunden freuen, dass sie nun einen Fachmann als Vertriebsmitarbeiter bekommen, der die Branche kennt und dem Unternehmen helfen kann, sich durch Prozessverbesserungen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Alleine diese Betrachtung hat im konkreten Fall eine positive Chancen-Risiken-Abschätzung ergeben und machte eine Organisationsanpassung sinnvoll.

 

Aus allen Erfahrungen im Rahmen der Projektbegleitung heraus weiß ich, dass es einen Faktor gibt, der in diesen Rechnungen häufig gar nicht auftaucht: Mitarbeiter müssen durch eine Organisationsanpassung aus ihrer Komfortzone heraus und sich in Ansätzen in der veränderten Rolle neu beweisen. Alleine das ist manchmal lohnenswert.

 

Dafür muss allerdings auch der Chef aus seiner Komfortzone kommen. Er wird keinen Jubel ernten, sondern Widerständen entgegentreten müssen. Das macht keinen großen Spaß und das Leben im ohnehin schon schwierigen Tagesgeschäft nicht gerade leichter.

 

Machen Sie sich daher folgende Erkenntnis klar:

 

  1. Widerstand ist „normal“

Es ist nicht schlimmes, Widerstand zu ernten. Wichtig ist nur, dass Sie selbst dazu eine positive Einstellung bekommen. Beziehen Sie die Mitarbeiter immer beim „Wie?“ mit ein, aber lassen Sie keinen Zweifel daran, dass es diese Änderung geben wird. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter deshalb nie, was diese von der Änderung halten, wenn Sie diese bereits für sich beschlossen haben. Im Vorfeld können Sie das gerne tun, aber nicht im Moment der Verkündung!

 

  1. Widerstände im Veränderungsprozess richtig einordnen

Wenn Sie googlen werden Sie einige Grafiken finden, die Ihnen zeigen, was psychologisch bei Ihren Mitarbeiter passieren wird. Werfen Sie diejenige, die Ihnen am logischsten vorkommt doch bei der Verkündung an die Wand. Nach einem Moment des Schocks und der Verneinung auf Seiten der Mitarbeiter wird es immer auch Widerstand geben, der zum „Tal der Tränen“ führt. Das ist der Moment, in dem der Mitarbeiter erkennt, dass es kein Zurück mehr gibt. Danach beginnt meist der Moment der Anpassung. Hier wird das Neue ausprobiert und schließlich – Logik und Effektivität vorausgesetzt – erkannt, dass der Schritt notwendig war. Erst jetzt erntet man die Lorbeeren.

 

  1. Positive Ergebnisse nutzen, um das Klima für Veränderungen nachhaltig zum Guten hin zu beeinflussen. Zielsetzung muss es sein, das Ausprobieren von Neuem als „normal“ zu implementieren.

Den ersten Schritt aus der Komfortzone müssen also Sie gehen. Niemand wird diesen für Sie gehen! Egal ob Sie Unternehmer sind oder Entscheider in einem Unternehmen. Können Sie scheitern? Klar! Wird Sie das dümmer machen? Nein! Wird das Scheitern Ihnen helfen, einen weiteren Ansatz zu finden? Natürlich!

 

Also? Worauf warten Sie? Verändern Sie sich!

 

Wie ist Ihre Meinung? Lassen Sie es mich wie immer wissen!

 

Liebe Grüße

 

 

Heiko Banaszak

2 Gedanken zu „Denken Sie an die Evolution und verlassen Sie Ihre Komfortzone!“

  1. Die Erkenntnis ist völlig richtig. Selbst die Eigenkannibalisierung hat als Ziel, das Gegenteil ist bekannt und tödlich, den Lebenserhalt.

    1. Danke Herr Schneider für Ihren Kommentar. Ich freue mich ja immer, zu sehen, dass Kunden meinen Blog lesen und sich Gedanken machen :-)

      Liebe Grüße

      Heiko Banaszak

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