Schaffen Sie eine Win-Win-Umgebung für Ihre Mitarbeiter und Ihr Unternehmen!

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Vor einigen Wochen habe ich eine Studie gelesen, in der nur eine geringe Anzahl an Mitarbeitern der Tatsache zugestimmt haben, in einer „Win-Win-Umgebung“ zu arbeiten. Viele Entscheider verwenden ja gerne den Satz: „Wenn es dem Unternehmen gut geht, dann geht es auch den Mitarbeitern gut!“. Drehen wir aber einmal den Spieß um: Anscheinend stimmen viele Mitarbeiter dem Satz zu: „Gewinne ich, gewinnt auch mein Unternehmen!“.

Welchen Impuls kann man daraus ziehen, habe ich mich gefragt. Denkt man einmal über das Bild nach, das in der Öffentlichkeit vorherrscht, dann fällt viel auf:

1. „Work-Life-Balance“

Alleine der Begriff legt für mich schon – zugegebener Maßen etwas polarisierend ausgedrückt – nahe, dass das Arbeiten nicht zum Leben gehört, sondern nur vom Leben abzuhalten scheint.

2. „35-Stunden-Woche“

Anscheinend herrscht ein allgemeiner Konsens darüber, dass eine 35-Stunden-Woche besser ist als eine 45-Stunden-Woche.

Im Gegensatz dazu steht mein Jobmotto: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst an keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten!“.

Dieses Zitat von Konfuzius kann ich natürlich als Selbstständiger problemlos unterschreiben. Ich habe selbst in der Hand, was ich tue und lasse. Ich habe mir diesen Beruf ausgesucht und arbeite auch gerne darin. Deshalb stimmt meine Work-Life-Balance, weil meine Arbeit auch Teil meines selbst gewählten Lebens ist. Ich denke auch nicht über die Anzahl der Stunden nach, weil ich ja überwiegend Freude habe, an dem, was ich tue. Manchmal suche ich mir sogar die Arbeit selbst, so wie beispielsweise das Schreiben dieses Blogbeitrags. Dazu zwingt mich niemand und ich habe auch noch nie einen Auftrag wegen dieses Blogs bekommen. Ich mag es einfach, zu schreiben, genauso wie ich es mag, Sport zu treiben.

Arbeit und Freude dürfen sich nicht ausschließen, jedenfalls nicht bei wissensbasierten Tätigkeiten. Genau dafür muss ich als Entscheider eine Win-Win-Umgebung schaffen!

Gehen Sie einmal Ihre Mitarbeiter in Gedanken durch: Wer hat wirklich Freude an dem, was er tut? Wer hat ein Lächeln im Gesicht während er arbeitet und nicht während er bei Facebook die neuesten lustigen Bilder während der Arbeit betrachtet?

Ich denke, dass die Mehrzahl der Mitarbeiter ihren Beruf auf Basis ihrer ursprünglichen Interessen gewählt hat. Dies vorausgesetzt, scheint es offensichtlich bei vielen Mitarbeitern Dinge zu geben, die ihnen die Freude am Tun vermiesen.

Was ist das konkret? Was bremst die Mitarbeiter? Warum fahren viele ihren Rechner schon um 16:50 Uhr runter, damit sie pünktlich um 17 Uhr das Unternehmen verlassen können? Wissen Sie es?

Wenn Sie das nicht wissen, dann können Sie auch keine Win-Win-Umgebung schaffen. Sie wissen nämlich nur, wie Ihr Unternehmen gewinnt. Wie gleichzeitig Ihre Mitarbeiter gewinnen, wenn ersteres geschieht, wissen Sie bei Weitem vielleicht nicht so genau.

Finden Sie es doch einmal beim Jahresgespräch heraus. Ich jedenfalls habe bei meinem Gesprächsbogen den Satz eingebaut: „Was kann ich bzw. wir als Unternehmen tun, damit Ihnen Ihr Job noch mehr Freude bereitet?“. Ich bin offen für Anregungen. Alles, was zum Gewinn des Unternehmens beiträgt oder diesem wenigstens nicht entgegensteht, kann und muss ich als Vorgesetzter umsetzen.

Das jedenfalls war der Impuls, den ich aus dieser Studie gezogen habe.

Wie sehen Sie das? Lassen Sie es mich wie immer wissen!

Liebe Grüße

Heiko Banaszak

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